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Geschichte der Kirche


rechteckiger Feldsteinbau

Die Geschichte der Dallgower Kirche reicht bis in die Mitte des 14. Jahrhunderts zurück. Sie wurde als ein rechteckiger Feldsteinbau errichtet mit einem damals noch freistehenden Glockenstuhl. Zur Zeit des ausgehenden 17. Jahrhunderts wurden an ihr aber grundlegende bauliche Veränderungen vorgenommen. Unter anderem wurden Fensteröffnungen des Kirchenschiffes umgebaut und an der Südseite wurde ein Anbau errichtet. Das alte Kirchendach wurde 1998 neu gedeckt.

Feuer
im Kirchturm

Bei einem Brand eines Bauernhauses in der Nachbarschaft 1869 wurde auch der Kirchturm in Mitleidenschaft gezogen. Das Feuer griff auf ihn über und zerstörte ihn fast vollständig. Im Jahre 1875 erfolgte sein Wiederaufbau. Die heutige Form erhielt der Turm im Jahre 1941, als er, auf Veranlassung des damaligen Reichsluftfahrtministeriums wegen des nahen Flugplatzes in Staaken, gekürzt werden mußte. Im Turm hängen immer noch die alten drei Stahlglocken, die die Zeit des zweiten Weltkrieges unbeschadet überstanden haben.

Über dem Haupteingang im Turm befindet sich das Wandrelief eines Engels mit einer geöffneten Schriftrolle in seinen Händen. Diese trägt eine Aufschrift in Anlehnung an das Bibelwort aus Jeremia 22, Vers 29: "O Land höre des Herrn Wort".

Der hölzerne Altaraufbau entstand, so ist es auf seiner Rückseite vermerkt, 1692 durch den Tischlermeister Caspar Schauer aus Berlin. In der Predella (geschmückter Sockel des Altaraufbaues) befindet sich ein Abendmahlsbild: Jesus im Kreise seiner Jünger. Der Hauptteil darüber trägt ein Ölbild mit der Darstellung Jesu am Kreuz. Beide Bilder wurden 1693 von einem Berliner Künstler namens Boigen gemalt.

Zu beiden Seiten des Altars befinden sich Reste des einstigen Patronatsgestühles. Es sind erhalten gebliebene Brüstungsfelder, bemalt mit den Wappen ehemaliger Patronen der Kirche (z.B. von Ribbeck).

Die Fenster der beiden Längsseiten enthalten kleine bleiverglaste Malereien mit biblischen Motiven.

Kanzel und Taufbecken aus dem 17. Jahrhundert

Die hölzerne Kanzel steht an der Nordwand der Kirche. Sie ist noch etwas älter als der Altar und wurde im Jahre 1674 gefertigt. Es ist ein vieleckiger Kanzelkorb, getragen von einer toskanischen Holzsäule. Die rundbögigen Brüstungsfelder enthalten gemalte Brustbilder: Christus als Retter der Welt und die vier Evangelisten. Über der Kanzel hängt ein verzierter Schalldeckel.

Die hölzerne Taufe kann man auf der Evangelienseite des Altarraumes bewundern. Sie wurde 1692 ebenfalls von Caspar Schauer geschaffen.

Die Orgelempore ist auf der Westseite der Kirche angebracht. Das Mittelteil ist konkav geschwungen. Die Brüstungsfelder sind zum Teil verziert mit Blumenmalereien. Die Orgel selbst stammt aus der Werkstatt der Orgelbaufirma Schuke aus Potsdam. Sie wurde 1976 in Dienst genommen.

Sehen Sie sich auch die Bilder unserer Kirche in der Bildergalerie an.

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